Dein eigener kräutergarten: tipps für anbau und pflege

Ein eigener Kräutergarten kann eine wunderbare Bereicherung für jeden Garten oder Balkon sein. Mit duftenden Kräutern wie Basilikum, Rosmarin und Thymian lässt sich nicht nur jedes Gericht verfeinern, sondern sie bieten auch zahlreiche gesundheitliche Vorteile. Doch welche Kräuter passen am besten zu dir und deinem Garten? Und wie pflegt man sie richtig? Hier gibt es alle wichtigen Infos.

Die richtigen kräuter für deinen garten

Die Auswahl der richtigen Kräuter für deinen Garten hängt von mehreren Faktoren ab. Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, welche Kräuter du am liebsten in der Küche verwendest. Basilikum passt perfekt zu Tomaten und Mozzarella, während Rosmarin hervorragend zu Bratkartoffeln und Fleischgerichten passt. Thymian eignet sich wiederum gut für Suppen und Eintöpfe.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Standort. Manche Kräuter, wie z.B. Basilikum, bevorzugen einen sonnigen Standort, während andere, wie Minze, auch im Halbschatten gut gedeihen. Außerdem sollte der Boden gut durchlässig sein, damit die Wurzeln nicht im Wasser stehen.

Dann gibt es natürlich auch noch die Frage, ob du mehrjährige oder einjährige Kräuter pflanzen möchtest. Mehrjährige Kräuter wie Rosmarin und Thymian kommen jedes Jahr wieder und benötigen nur wenig Pflege. Einjährige Kräuter wie Basilikum müssen jedes Jahr neu ausgesät werden, bieten aber dafür oft eine reichhaltigere Ernte.

Pflanzen und pflege leicht gemacht

Das Pflanzen von Kräutern ist eigentlich ganz einfach. Die meisten Kräuter können direkt ins Beet oder in einen Topf gepflanzt werden. Bei der Aussaat im Freien sollte man allerdings darauf achten, dass keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind. Eine gute Faustregel ist Mitte Mai nach den Eisheiligen.

Wichtig ist auch das regelmäßige Gießen. Besonders in den heißen Sommermonaten benötigen die meisten Kräuter viel Wasser. Allerdings sollte Staunässe vermieden werden, da dies die Wurzeln schädigen kann. Ein durchlässiger Boden oder eine Drainageschicht im Topf kann hier Abhilfe schaffen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist das regelmäßige Schneiden der Kräuter. Dadurch wird die Pflanze angeregt, neue Triebe zu bilden, was zu einer reichhaltigeren Ernte führt. Außerdem verhindert man so, dass die Pflanze verholzt oder blüht und somit an Aroma verliert. Wenn du mehr über das spezifische Schneiden einer Kräutersorte erfahren möchtest, zum Beispiel über das citroenmelisse snoeien, findest du entsprechende Anleitungen online.

Erntezeit: so holst du das beste aus deinen kräutern heraus

Die Erntezeit hängt natürlich von der jeweiligen Pflanze ab. Grundsätzlich gilt aber: Je häufiger man erntet, desto buschiger wachsen die Pflanzen nach. Bei vielen Kräutern wie Basilikum oder Petersilie sollte man immer nur die oberen Triebspitzen abschneiden, um das Wachstum anzuregen.

Kräuter wie Rosmarin oder Thymian können das ganze Jahr über geerntet werden. Hier schneidet man am besten ganze Zweige ab und trocknet diese anschließend kopfüber an einem dunklen, trockenen Ort. So bleiben die ätherischen Öle am besten erhalten.

Ein weiterer Tipp: Ernte die Kräuter am besten morgens nach dem Abtrocknen des Taus. Dann ist der Gehalt an ätherischen Ölen am höchsten und die Blätter sind besonders aromatisch.

Frisch oder getrocknet? tipps zur lagerung deiner ernte

Kräuter können frisch verwendet werden oder getrocknet bzw. eingefroren werden, um sie haltbar zu machen. Frische Kräuter halten sich im Kühlschrank in einem feuchten Tuch eingewickelt etwa eine Woche lang.

Zum Trocknen bindet man die geernteten Zweige einfach zu kleinen Sträußen zusammen und hängt sie an einem dunklen, trockenen Ort auf. Sobald die Blätter rascheltrocken sind, kann man sie zerreiben und in luftdichten Gläsern aufbewahren.

Eine weitere Möglichkeit ist das Einfrieren der Kräuter. Dazu hackt man diese klein und füllt sie in Eiswürfelbehälter mit etwas Wasser oder Öl. So hat man immer portionierte Mengen parat und kann sie direkt in den Kochtopf geben.